Montag, 22 Oktober 2018 07:22

Warum

Wie oft fragen wir "Warum ?"
... wenn wir das, was ist, verstehen wollen.

Und mit "warum"
beginnt die Odysse
durch die Ursachen und Gründe
die ausnahmslos
in der Vergangenheit liegen.

Die Kausalität
ist der Dämon des Occidents.
Denn sie führt hinab in die Spirale
des Unlösbaren.

Und wenn die Antwort,
die da im Abgrund des Vergangenen
noch so reflektiert,
noch so legitimiert,
noch so logisch klingen mag:
Sie ist nichts anderes
als hilflose Interpretation.

Denn zwei Dinge sind gewiß:

Die Vergangenheit ist nicht erforschbar.
Das Objekt der Untersuchung
exisitiert nur noch in der Erinnerung
verbrämt,
gefiltert,
reduziert durch die Geschichte des Betrachters.

Zudem - selbst wenn wir die Gegenwart untersuchen -
ist das ewig sich wandelnde Leben doch so vielschichtig,
daß ein menschlicher Geist ALL die Zusammenhänge,
die da wirken, niemals wird fassen können
in eine einfache Antwort auf "warum".

Wenn es Dir also darum geht,
das IST zu orten,
deine Haltung zu finden
in einer Welt, die viel zu komplex ist für "Logik",
dann erkenne deine begrenzte Sicht an
- ich nenne es: "Demut" (man könnte es wohl auch "Intelligenz" nennen) -
und wandle die Frage in "Wofür ?".

Fragst Du "Wofür"
- und suchst dabei nicht nach der unergründlicher Kausalität eines Höheren -
sondern begnügst Dich mit deinem eigenen, begrenzten Potenzial,
Leben zu betrachten und zu gestalten,
so wird es aus deinem Inneren eine Antwort geben,
eine Entscheidung, wie Du die Situation nehmen und gestalten willst.
Deine Antwort. Deine Wahrheit.
In voller Verantwortung. Aufrecht und unvollkommen.

 

Vergebens also die Bemühungen
eitel die Behauptungen
die in der KAusalität sich verloren haben.

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