VERGEBUNG VERGEBENS

Klicken Sie hier, um den Newsletter online anzusehen

 

 

Evelin Rosenfeld
 

 

VERGEBUNG

VERGEBENS

 

Wie spirituelle Größen zu

hohler Massenware werden


Ob es an der Hitze liegt oder einfach ein Entwicklungsschritt ist: Wer mich in den letzten Wochen ein wenig beobachtet hat, hat wohl bemerkt, dass ich ein bisschen auf Krawall gebürstet bin.

Mich ödet das esoterische Geschwafel in aller Welt einfach an, dieses Gerede von bedingungsloser Liebe und Allverbundenheit, von Selbstheilung und dem „Aufstieg der Menschen". Denn während das Wasser uns in japanischer Weise anstrahlt, Passagiermaschinen abgeschossen werden, der große Völkerversöhner durch die erdöl- und wasserreichen Erdteile reist und ordentlich aufräumt, feiert hier eine größer werdende Gruppe an Blumenkindern die große Freiheit (auf Gemeinschaftskosten), die Polyamorie , Vergebungsrituale und die eigene Erleuchtung.

Herrgott, nein, ich bin keine Moralistin !
Aber ich brauche Wahrhaftigkeit !

Und ich glaube an unser Potenzial, unsere Ängste zu überwinden, die uns zu immer neuen Scheinwelten und Zerstörungen führen.
Ich glaube daran, dass jede Seele in Fülle und Liebe schwingt und damit wirklich Schönes in die Welt zu bringen vermag.
Aber doch nicht mit Heiliggeschwafel und bunten Engelsbildchen ??!!

Die Substanz einer tiefgreifenden spirituellen Entwicklung zeigt sich letztlich im Alltag:

  • Wie aufrichtig sind wir über uns selbst ?
  • Was geschieht mit den Menschen, die wir berührt haben ?
  • Wieviel und was erschaffen und verschenken wir – und was verbrauchen und zerstören wir ?
  • Was sind die Treiber für unser Handeln ?
  • Wie verdienen wir unseren Lebensunterhalt ?

 

IMG 0071

BEGEGNUNGEN

Yogafestival
Schöne Bilder vom Yogafestival und unserem kleinen Wild-Natural-Spirit-Stand findet Ihr hier

 

Forum Erleuchtung
Berlin 22. – 24. August 2014:
Alljährliches, publikumsoffenes Treffen spiritueller LehrerInnen

 

Kleiner Wochenendkurs: Fünf Wandlungsphasen der Seele
04. / 05.Oktober

Teneriffa Auszeit
06. – 20. September 2014

Thailand Auszeit
27.12.14 – 10.01.15
07.02. - 21.02.2015

 

Ganz zum Schluß
findet Ihr wieder eine
Übersicht über alle Termine
und einige Videolinks

Das sind die Fragen, an denen meine Hoffnung sich festmacht, das sind die Messgrößen, die mir helfen, meine eigene Entwicklung einzuschätzen und zu steuern.
Wie angekündigt möchte ich meine „Hitzigkeit" – meine Furcht, dass der spirituelle Impuls, der sich ausbreitet, zur billigen Nutte neuer Klischees wird – am Thema „Vergebung" abbilden.
Vergebung – ein Wort das mit allerlei Konzepten und Angeboten ganz en vogue ist. Vergebung, Mitgefühl, Barmherzigkeit –Größen in allen Weisheitsbüchern. Doch was veranstalten wir hier, wenn wir Schmerzen erlitten haben und mit großer Geste vergeben ?
Lest mehr zu meinen Bedenken und meinem klaren „nein"....

Ansonsten habe ich kaum Neues, denn ich bin dabei, diesen Sommer in vollen Zügen zu genießen.

Freuen dürfen wir uns auf eine neue Videoreihe zum „Was Dir wirklich wichtig ist"-Prozess, die wohl im September veröffentlicht wird.

Im September wird es auch die nächste Auszeit geben – auf der geliebten Vulkaninsel, hoch oben in den Lorbeerwäldern über dem Atlantik. Wenn ich das gerade richtig überblicke, habe wir hier noch je 2 Plätze für die erste (SEIN) und zweite (TUN) Seminarwoche.
Hier könnt Ihr prüfen,ob noch etwas frei ist

Nach meiner Rückkehr nach Deutschland wird es noch einen kleinen Wochenendkurs zum Thema „Ernährung nach den fünf Elementen" geben vom 04. – 05. Oktober 2014. Details

Und dann steht auch schon die Asienzeit an: Zum Jahreswechsel 2014 auf 2015 und zum chinesischen Neujahr gibt es die Gelegenheit, an der Auszeit mitten im thailändischen Dschungel teilzunehmen. Ich würde mich freuen, den einen oder die andere dort auf dem Weg in Angstfreiheit, Eigenverantwortung und Dienst aus der inneren Fülle zu begleiten.

 Nun wünsche ich Euch ein paar ruhige Minuten, um mein Essay zur „Vergebung" aufzunehmen und würde mich sehr freuen, Eure Gedanken und Erfahrungen hierzu zu teilen.

 Mit einem großen Herzensgruß, Eure Evelin

               ***

 

VERGEBUNG  -  VERGEBENS

 

Vergebung – ein Wort das mit allerlei Konzepten und Angeboten ganz en vogue ist.

Ich kannte dieses Wort bisher nur aus der Bibel und aus der Fübritte an Gott um Vergebung.

An Gott.

Heutzutage wollen zigtausende vergeben.

Rituell oder einfach nur so: Es ist unschick, auf seinem „nein" sitzen zu bleiben. Es ist von „niederer Schwingung", ein Urteil zu treffen , das zu Abgrenzung führt. Sind wir doch alle voll im Aufstieg zu Höherem begriffen. Ein Aufstieg, der uns über das primitive Menschsein hinaushebt.

Hallo ? H A L L O ?!!!

Größer kann die Selbsttäuschung wohl kaum sein, wenn wir bei unseren Ansprüchen an uns und an andere das Menschsein selbst zu überwinden suchen. Die Täuschung – die Verleugnung der (inneren) Wahrheit – ist jedoch immer auch der Anfang von Konflikt und Schmerz.

Noch mehr Konflikt und Schmerz...

Um es gleich vorweg zu nehmen:

Ein Bewusstsein und eine eindeutige Eigenregulierung zu Gewalt, Rache, Vorwurf, ja sogar Forderung halte ich für die Grundausstattung eines Menschen, der nach Entwicklung strebt. Dies enthält auch das Prinzip der Eigenverantwortung. Ich gehe davon aus, dass Dinge, die mir widerfahren, durch mich selbst (mit-)verursacht und zu verantworten sind.
Die Orientierung an Mitgefühl, Gelassenheit, Empathie und Toleranz sind ebenfalls Zeichen ernsthafter Auseinandersetzung mit Spiritualität.

Doch der Anspruch „bedingungsloser Liebe", die christliche „andere Wange", die hingehalten werden soll, das Berufen auf Allverbundenheit usw. schießt weit über dieses Ziel hinaus und überfordert – wenn wir ehrlich mit uns selbst sind und ein Mindestmaß an Selbstliebe entwickelt haben – doch den gewöhnlichen Sterblichen.

Menschen, die mir mit diesem Anspruch begegnet sind, waren nach meiner Einschätzung nicht in der Tiefe entwickelt und befreit, sondern im Gegenteil Lichtjahre von sich selbst und ihren wahrhaften Empfindungen entfernt. Sie kreieren mit diesem Anspruch Scheinkonstrukte der Harmonie und Toleranz, die tiefe Verbindungen gar nicht mehr ermöglichen, stattdessen ein oberflächliches Gewabere von Konsens und großen Worten – und verdammt viel Isolation.

 

Es ist ein schmaler Grat zwischen aufrichtiger Spiritualität und Bollywood-Inszenierung

 

Also ich in meiner primitiven Menschlichkeit habe Empfindungen wie Wut, Schmerz, Enttäuschung, Eifersucht ...

Immer noch.

Obwohl ich seit zwei Jahrzehnten meditiere, bete, heilige Schriften studiere, mich in Gelassenheit und Mitgefühl übe, bewusst diene, aus eigener Kraft und nach spirituellen Maßstäben meinen Lebensunterhalt verdiene und mich damit zufrieden gebe, ... und so weiter.

Die weit überdurchschnittlich reflektierten Menschen, die zu mir kommen, um sich von ihren Angstmechanismen zu befreien und volle Verantwortung für ihr Leben zu übernehmen, haben diese „niederfrequenten" Empfindungen auch.

Wir alle tragen den Schmerz des Scheiterns in uns.
Scheitern einfach als „Ich habe nicht bekommen, was ich wollte".
Das ist sehr menschlich und unvermeidlich.

Und manchmal war das, was wir wollten, uns ganz außerordentlich wichtig.

Wir haben es aber nicht bekommen.
Weil jemand anders es anders wollte.
Allein diese Einsicht – dass wir gescheitert sind – ist viel.

Denn die meisten Menschen bleiben bereits im Scheitern hängen, fragen sich und alle Beteiligten immer wieder und auf unterschiedlichste Weise, ob sie „es" nicht doch bekommen können oder finden Erklärungen, nach denen das Gegenüber „schuld" ist oder – noch schädlicher – nach denen sie gar nicht wollten, was ihnen verwehrt blieb.

Wenn wir also da angekommen sind einzugestehen, dass wir einfach „nur" nicht bekommen haben, was wir wollten, sind wir den ersten Schritt zum Frieden bereits gegangen.


 

Vergebung schafft Trennung

Wer dann jedoch mit großer Geste „Vergebung" übt, hat das Vorausgegangene nicht wirklich verstanden.
Denn:

1. Es gibt nichts zu vergeben (weil es keine Schuld gibt)

2. Der andere – der Mensch, der einbezogen wurde in das Wollen, und damit auch einbezogen ist in das Scheitern – hat mit unserem Scheitern gar nichts zu tun

3. Vergebung ist eine göttliche Macht. Sie enthebt den Sündiger aus der göttlichen Konsequenz. (Kannst Du das ?...)

Vergeben heißt doch, dass der eine schuldig ist und der andere das Recht und die Macht hat, diese Schuld zu tilgen.

Bitte denkt einmal an Situationen, in denen „Vergebung" für Euch persönlich ein Thema war: Betrachtet Euren „Schuldiger" (wie es in der Bibel heißt) und fragt Euch nochmal im stillen Kämmerlein, ob dieser Mensch tatsächlich Schuld trug.

Woher kam eure Schmerz ?

Woher genau kam der Schmerz ? Was hat Euch der um allen Konzeptmüll bereinigte Schmerz Euch gesagt ?
... dass „der da" SCHULDIG ist ?
... sicher nicht !!!

Um eine Haltung des Vergebens einzunehmen, braucht es einen Schuldigen und einen, der drübersteht und den Schuldigen frei spricht.

Vergebung in dieser Weise schafft also Trennung, weil sie „inszeniert" wird.

 

Vergebung fördert Selbstverleugnung

Ich erinnere mich an eine krasse Situation, als ich mit einer Gruppe Zeugin einer Vergewaltigung wurde, die wir unterbrachen. Als ich mich wenig später über die Vergewaltigte beugte – eine junge, noch nicht ganz ausgenüchterte Partygängerin in einem fremden Land – , sie beruhigte und ihr Liebe zufließen ließ und sie dann fragte: „Bist Du bereit, 100% Verantwortung für das zu übernehmen, was eben geschehen ist" hielten alle Anwesenden – vor allem die Frauen – die Luft an. Die Frau und ich blickten uns tief in die Augen und in die Herzen und diese Frau antwortete mit ganzer Klarheit „Ja.".

In diesem Moment wuchs ihre Energie, Licht kam zurück, sie atmete fest und tief – und war frei.

Solche Kraft ist wirklich selten und hat mich tief beeindruckt.
Als ich bei einer späteren Begegnung diese Frage wiederholte, lächelte sie nur. Sie berichtete mir von ihren autoaggressiven Gedanken, die sie monatelang bis zu der Vergewaltigung gehabt hatte. Und die dann verschwunden waren.

Dieser Akt – statt in Ohnmacht zu gehen die eigene Macht anzuerkennen – bringt Erlösung und Wahrhaftigkeit.

Sicher wäre es angenehmer gewesen, wenn sie diese energetische Bewegung bereits im Angesicht des Vergewaltigers hätte durchführen können. Wir wissen nicht, wofür es so sein sollte.

Das Ergebnis ist zunächst jedoch, dass sie in IHRE Kraft geht – und nicht in eine vermeintliche Schuld des Gegenübers, die dann vergeben werden muss.

Was wir jedoch meistens tun, wenn wir Schmerz erfahren, läuft leider ganz anders ab:

Wir wollen.jonda

Wir scheitern.

Wir wollen weiter.

Dieses Festhalten, dieses nicht akzeptieren des Scheiterns, erzeugt Widersacher und Täter.

Wir beginnen zu kämpfen, dringen auf den vermeintlichen Täter ein.

Wir scheitern.

 

Dann, irgendwann, ziehen wir uns zurück.
Mittlerweile sind wir ganz schön erschöpft und viel Schmerz ist entstanden.
Und ein Täterbild.

Aus Schmerz wird Hass, Verurteilung, Wiedergutmachungsforderung, Rache. Und der Hass ist es, der uns auffrisst, uns von innen her vergiftet.
Dann ist es höchste Zeit, etwas zu unternehmen.
Denn Hass macht krank.
Uns selbst, nicht den vermeintlichen Täter.

Ich erinnere mich an Ines (Name geändert), die zur Auszeit kam. Ihr größter, aktueller Schmerz bestand darin, dass ein Vorgesetzter Mitarbeiter demütigte und fragwürdige Geschäfte vertuschte, die dem Unternehmen als Ganzes schadeten. Sie führte einen aussichtslosen Kampf und wurde zuletzt recht würdelos freigesetzt.

Die Bitterkeit und der Hass, die aus dieser Erfahrung entstanden, waren ihr förmlich ins Gesicht geschrieben. Ihre vitale Energie war aufgesogen von diesem maskierten Schmerz.

Ich bat sie, alles aufzuschreiben, was sie dem Täter vorwarf und auswendig zu lernen. Ich ging mit ihr an einen gesegneten Ort und bat einen alten Stein, ihre gestaute Energie aufzunehmen und zurückzuwerfen. Dann verband ich Ines die Augen, und forderte sie auf, den Täter vor ihrem inneren Auge erscheinen zu lassen. Ich reichte ihr einen Holzprügel und forderte sie auf, ihre Vorwürfe mit Schlägen auf den Stein vor sich zum Ausdruck zu bringen. Ich ließ sie schlagen bis zur Karthasis. Bis der eigene Hass, all die Verurteilung und Zuweisung durch sich selbst zerschlagen waren. Und dann lag der Schmerz frei. Dieser Schmerz, der monate- wenn nicht jahrelang unter ihrem Hass verborgen war, hatte allerdings eine ganz andere Nachricht, als der Hass, der vorher nach Vergeltung geschrien hatte. Dieser Schmerz sagte ihr, dass das Umfeld, in dem sie sich mit aller Kraft hatte halten wollen, so fremd war, so gegen all ihre Bedürfnisse und Werte verstieß. Dass die Kälte, die Berechnung, die Bosheit, die ihr dort begegneten, unerträglich waren und ihre Seele auffraßen.

DAS ist die wahre Nachricht der Seele.

Schmerz sagt uns, dass wir uns in etwas aufhalten, das uns nicht gemäß ist.

Die „modern-esoterische" Aufforderung, zu integrieren, durchlässig zu werden, Wiederstand aufzugeben ist daher in sich paradox – oder doch zumindest unvollständig:

Wenn meine Seele eben (noch) nicht in der Lage ist, alles aufzunehmen, alles zu partizipieren, was „da draußen" geschieht, dann ist DAS die Wahrheit.

Und nicht irgendein spirituelles Konstrukt, das uns auffordert „durch die Schmerzen zu gehen", die „Spiegelung" zu durchschauen, und so weiter und so fort.

Solch unverdaute, spirituelle Weisheit wird dann zum Katalysator für die totale Selbstverleugnung und führt uns in Lebenskonstrukte, denen wir weder gewachsen sind noch, die uns ermöglichen zu wachsen.

Wenn wir in diesen Situationen aus dem Hass in die Vergebung gehen, kreieren wir Lebenslügen.

Denn ohne Selbstliebe – ohne zu erkennen und anzunehmen, dass unsere Seele auf einem bestimmten Reifegrad ist und nur ein begrenztes Maß an Durchlässigkeit und Integration bewältigen kann – haben wir keine Chance auf lebendigen Frieden.

 

Wenn Du Jesus spielst, wirst Du Dich nie verstehen

Unser Schmerz hat also seine Berechtigung. Und diese Berechtigung bezieht er aus unserer Seele.

Keine Frage, dass unser aller Seele nach Befreiung strebt, nach einem Zustand bedingungsloser Liebe. Doch das Streben allein heißt noch lange nicht, dass wir schon dort wären.
Wenn wir unsere eigenen Empfindungen und Bedürfnisse, die in bewusst empfundenen Schmerz sichtbar werden, zur Seite schieben, weil wir es nicht schaffen, den Schmerz zu transformieren und uns selbst vom entstehenden Hass erlösen wollen, kommt die Idee der Vergebung.

Ein guter „Trick" unseres wollenden Geistes, der nicht bekam, was er wollte, doch noch eine Hintertür zu finden: Kein Bruch, kein Hass, kein „NEIN !!!" – sondern der Schulterschluss mit dem „Täter".
Das gibt ein bisschen Würde zurück, die doch verloren schien im Scheitern.

So wird der Vergebungsakt zur reinen Farce – selbst wenn man die Sache mit dem künstlich „Schuldigen" und der notwendigen Selbstüberhöhung außer Acht lässt.

Statt anzuerkennen, dass es eine Grenze gibt.
Eine Grenze dessen, was unsere Seele ertragen kann. Jetzt.
Einen Schmerzpunkt, der in bestimmten Situationen, durch bestimmte Personen überstrapaziert wird.
Einen Punkt, an dem sich das hassende Schattenteil unseres Gegenübers immer wieder festsaugt.

... ich könnte mir gut vorstellen, dass wir einander auf Seelenebene sehr gut verstehen. Und dass diese wechselseitig zugefügten Schmerzen letztlich dazu angetan sind, uns an uns selbst, unsere emotionale und spirituelle Kapazität – und Grenze - zu erinnern.
Doch das ist schon wieder Theorie.

Erlebbar, unmittelbar wahr ist der Schmerz.

Und – falls wir zu lange festgehalten haben – der Hass, der Widerstand, der Groll auf etwas „da draußen".

In meinen Augen (und meinem Herzen) ist es ein Imperativ, hier anzuhalten.

Den Schmerz zu beenden.
Aus Selbstliebe.
Mindestens.

Und das geht eben nur mit einem klaren „NEIN !"

Ein „nein" das eigenständig ist, ein „nein", das das Spielfeld des anderen verlässt und sich zu sich begibt. Kein Jesus. Kein Vergeben. Keine Inszenierung: Einfach nur ehrlich sein: Ich habe nicht bekommen, was ich wollte. Das tut weh. Ich brauche nicht mehr davon.

 

Bei sich ankommen, das Feld des Anderen lassen ist schon überdurchschnittlich

Die Hinwendung zu unseren Schmerzen und zu unerfüllten Bedürfnissen ebnet uns den Weg zu unseren tiefsten Ängsten.
Angst ist die Abwesenheit von Liebe.
Liebe ist die Voraussetzung für Integration.

Es ist unmöglich, einem anderen Verletzungen zu vergeben ohne zu begreifen, was eigentlich verletzt wurde und ohne mit der nötigen Selbstliebe ausgestattet zu sein, mich selbst, so wie ich bin, erst einmal anzunehmen. Ernst zu nehmen. Wahr zu nehmen.
Mir zunächst einmal zuzugestehen, dass ich - unvollkommener Weise – Ängste habe, die größer sind als meine Liebe.

Durch diese Hinwendung zu meinem inneren Status quo erübrigen sich alle Aktivitäten zum Gegenüber: Weder Urteil noch Rache, weder die Flucht in eine karmische Verquickung noch die (perverse) Hoffnung, auf eine übermenschliche Bestrafung.

Die Aufmerksamkeit wird auf den Ort gelenkt, der wachsen will: Meine Seele.

Ganz leicht ist dann zu erkennen, wie wir selbst leidvolle Situationen herbeigeführt haben.
Und hieraus wächst die Kraft, Verantwortung zu übernehmen und Ausschau zu halten nach dem, was unserer Seele tatsächlich erlaubt, destruktive Muster zu durchbrechen, unserer Angst in angemessener Weise zu begegnen und sie mit Liebe aufzufüllen. Liebe, die uns keiner geben kann – Liebe, die entsteht, indem wir unsere Unvollkommenheit anerkennen und eigene Schritte zu unserer Heilung unternehmen.

Vergebung wäre die genau kontraproduktive Bewegung: Denn hier richten wir unsere Aufmerksamkeit nach außen, auf den anderen, den Auslöser des Schmerzes – aber nicht auf die Ursache des Schmerzes.

 

Bazar der Aufgestiegenen

Ich halte es für fatal, die ideelle Größenordnung - Vergebung, bedingungslose Liebe, Allverbundenheit - zum inhaltleeren Allgemeinplatz zu degradieren – zum Anspruch an jeden und jede – ganz gleich, wie tief die persönliche Erkenntnisarbeit bisher gediehen ist.

Statt einer zunehmenden kollektiven Entwicklung auf spiritueller und zwischenmenschlicher Ebene entstünden so neue Tabus und neue Dogmen,
in denen es geradezu verwerflich ist, authentische Bedürfnisse zu äußern
wie Rückzug, (emotionale) Sicherheit, spirituelle Führung.

Denn solche – letztlich spießbürgerlichen – Klischees führen keineswegs zu Frieden, Liebe und menschlicher Vervollkommnung sondern zum genauen Gegenteil: Zu Vorurteilen, unaufrichtigen Verbindungen und spiritueller Oberflächlichkeit.

Mögen meine Gedanken Wahrhaftigkeit und Transformation zutragen.

 

***

 

 TERMINE  

 

Die nächsten Auszeiten 2014/15

T H Ü R I N G E N       02. - 16. August 2014

T E N E R I F F A        06. - 20. September 2014 und 18.04. - 02.05.2015

T H A I L A N D          27.12.14 – 10.01.15 und 07.02. - 21.02.2015

Detaillierte Informationen zu den Auszeiten finden sich hier: http://seminar-und-reisen.de

 

Wochenend-Seminare 2014

09. – 10. August 2014 Tantrische Yogapraxis

04.-05. Okt Ernährung nach den Fünf Elementen Details

 

   
    VIDEOLINKS

 

video_zyklus Der  "Was Dir wirklich wichtig ist"- Zyklus nach Evelin Rosenfeld (v_04):
Ein Film zu Methode und Prozess http://www.youtube.com/watch?v=bw_Hfj-o7GE

 

 

video_auszeitenAuszeiten zur Neuorientierung
Ein Film über die Auszeiten mit einem schönen Testimonial von Maria http://www.youtube.com/watch?v=RdFqk64Yg8s

 

 

bild_video_gesetze Selbstbestimmt Leben: Eine andere Wirklichkeit (v_02): Ein Film zum Leben NACH dem Prozess:
http://www.youtube.com/watch?v=scKYWEtr1vM

   
   

Bestellung und Kontakt

Bitte beachten Sie die Bestellmöglichkeiten auf der Website: Hier erhalten Sie Detailinformationen zu meinem Angebot, können Bücher und CDs zum Thema bestellen oder sich in den Verteiler für bestimmte Themen eintragen.

Haftungsausschluss (Disclaimer)

Quelle: eRecht24.de - Internetrecht von Rechtsanwalt Sören Siebert

Haftung für Inhalte

Die Inhalte unserer Seiten wurden mit größter Sorgfalt erstellt. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Inhalte können wir jedoch keine Gewähr übernehmen.

Als Diensteanbieter sind wir gemäß § 7 Abs.1 TMG für eigene Inhalte auf diesen Seiten nach den allgemeinen Gesetzen verantwortlich. Nach §§ 8 bis 10 TMG sind wir als Diensteanbieter jedoch nicht verpflichtet, übermittelte oder gespeicherte fremde Informationen zu überwachen oder nach Umständen zu forschen, die auf eine rechtswidrige Tätigkeit hinweisen. Verpflichtungen zur Entfernung oder Sperrung der Nutzung von Informationen nach den allgemeinen Gesetzen bleiben hiervon unberührt. Eine diesbezügliche Haftung ist jedoch erst ab dem Zeitpunkt der Kenntnis einer konkreten Rechtsverletzung möglich. Bei bekannt werden von entsprechenden Rechtsverletzungen werden wir diese Inhalte umgehend entfernen.

Haftung für Links

Unser Angebot enthält Links zu externen Webseiten Dritter, auf deren Inhalte wir keinen Einfluss haben. Deshalb können wir für diese fremden Inhalte auch keine Gewähr übernehmen. Für die Inhalte der verlinkten Seiten ist stets der jeweilige Anbieter oder Betreiber der Seiten verantwortlich. Die verlinkten Seiten wurden zum Zeitpunkt der Verlinkung auf mögliche Rechtsverstöße überprüft. Rechtswidrige Inhalte waren zum Zeitpunkt der Verlinkung nicht erkennbar. Eine permanente inhaltliche Kontrolle der verlinkten Seiten ist jedoch ohne konkrete Anhaltspunkte einer Rechtsverletzung nicht zumutbar. Bei Bekanntwerden von Rechtsverletzungen werden wir derartige Links umgehend entfernen.

Urheberrecht

Die durch die Seitenbetreiber erstellten Inhalte und Werke auf diesen Seiten unterliegen dem deutschen Urheberrecht. Die Vervielfältigung, Bearbeitung, Verbreitung und jede Art der Verwertung außerhalb der Grenzen des Urheberrechtes bedürfen der schriftlichen Zustimmung des jeweiligen Autors bzw. Erstellers. Downloads und Kopien dieser Seite sind nur für den privaten, nicht kommerziellen Gebrauch gestattet. Soweit die Inhalte auf dieser Seite nicht vom Betreiber erstellt wurden, werden die Urheberrechte Dritter beachtet. Insbesondere werden Inhalte Dritter als solche gekennzeichnet. Sollten Sie trotzdem auf eine Urheberrechtsverletzung aufmerksam werden, bitten wir um einen entsprechenden Hinweis. Bei Bekanntwerden von Rechtsverletzungen werden wir derartige Inhalte umgehend entfernen.

Datenschutz

Die Nutzung unserer Webseite ist in der Regel ohne Angabe personenbezogener Daten möglich. Soweit auf unseren Seiten personenbezogene Daten (beispielsweise Name, Anschrift oder eMail-Adressen) erhoben werden, erfolgt dies, soweit möglich, stets auf freiwilliger Basis. Diese Daten werden ohne Ihre ausdrückliche Zustimmung nicht an Dritte weitergegeben.

Wir weisen darauf hin, dass die Datenübertragung im Internet (z.B. bei der Kommunikation per E-Mail) Sicherheitslücken aufweisen kann. Ein lückenloser Schutz der Daten vor dem Zugriff durch Dritte ist nicht möglich.

Der Nutzung von im Rahmen der Impressumspflicht veröffentlichten Kontaktdaten durch Dritte zur Übersendung von nicht ausdrücklich angeforderter Werbung und Informationsmaterialien wird hiermit ausdrücklich widersprochen. Die Betreiber der Seiten behalten sich ausdrücklich rechtliche Schritte im Falle der unverlangten Zusendung von Werbeinformationen, etwa durch Spam-Mails, vor.

Wenn Sie diesen Newsletter nicht mehr erhalten wollen, klicken Sie bitte

 

 

Eingeladen, Mitzuwirken wurde ich hier:

Eingeladen, Mitzuwirken wurde ich hier:

One Spirit // Karlsruhe //01.06.2014 Podiumsgespräch mit Devasetu, Karl Gamper, Sinchota und Mad..kar http://www.one-spirit-festival.de/programm/podiumsgespraeche/artikel/podium-2014-in-karlsruhe/ hierzu eine provokative Anmerkung

Forum Erleuchtung // Berlin // 22. – 24. August 2014 ... da lassen Details noch auf sich warten

Yogafestival // Berlin // 03. – 06. Juli // dort werde ich wieder mit einem Räucherpflanzenstand vertreten sein, Medizinpflanzen mitbringen und erklären und Euch in jeder Hinsicht willkommen heißen. Link zum Yogafestival http://www.yogafestival.de/programm_zeitplan.php

One Spirit // Karlsruhe //01.06.2014 Podiumsgespräch mit Devasetu, Karl Gamper, Sinchota und Mad..kar http://www.one-spirit-festival.de/programm/podiumsgespraeche/artikel/podium-2014-in-karlsruhe/hierzu eine provokative Anmerkung
Forum Erleuchtung // Berlin // 22. – 24. August 2014 … da lassen Details noch auf sich warten
Yogafestival // Berlin // 03. – 06. Juli // dort werde ich wieder mit einem Räucherpflanzenstand vertreten sein, Medizinpflanzen mitbringen und erklären und Euch in jeder Hinsicht willkommen heißen. Link zum Yogafestival http://www.yogafestival.de/programm_zeitplan.php