Ich habe mich lange gefragt, wie ich als freiheitsliebender Mensch, ganz und gar nicht an Besitz und Status interessiert, dazu kam, so viel Land in Händen zu halten, das Land mit Heilkräutern zu bebauen und damit maximal an einen Ort gebunden zu sein.
Und ein anderes Mal fragte ich mich, welche Umstände wohl dazu geführt hatten, dass ich so beschenkt bin, dass ich inmitten einer enger werdenden Welt so viel Raum atmen darf.
Die Beschäftigung mit dem Karma-Begriff gab mir Aufschluss. Karma ist keineswegs eine lineare, kausalistische Abfolge von Ursache und Wirkung, wie wir im Westen diesen Begriff noch immer mißverstehen. Folgt man den Unterweisungen in den Upanishaden und auch in den Lamrim-Sutren, so wird man belehrt über die Feldwirkung eines Lebens – mit all seinen Empfindungen, Gedanken und Taten. Am stärksten wirkt sich wohl die tief empfundene Liebe für etwas, für ein weltliches Phänomen aus.
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